In der Welt der Medizin ist die Suche nach Heilungen und Behandlungsmöglichkeiten für bislang unheilbare Krankheiten ein stetiger Kampf, der gelegentlich von unerwarteten Durchbrüchen geprägt ist. Ein solcher Durchbruch könnte nun im Kampf gegen fortschreitende Sehverlustkrankheiten wie Retinitis Pigmentosa (RP) bevorstehen. Wissenschaftler an der University of California, Berkeley, unter der Leitung von Professor Richard Kramer, haben herausgefunden, dass Disulfiram, ein Medikament, das bisher primär zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit eingesetzt wurde, das Potential besitzt, das Fortschreiten des Sehverlusts bei RP zu verzögern.
Die Studie, die auf Experimenten mit fast blinden Mäusen basiert, hat gezeigt, dass die Verabreichung von Disulfiram die Fähigkeit der Nager, Bilder auf einem Bildschirm zu erkennen, signifikant verbesserte. Dies deutet darauf hin, dass auch Menschen ähnliche Vorteile erfahren könnten. Disulfiram wirkt, indem es Enzyme hemmt, die für die Produktion von Retinoinsäure verantwortlich sind – einer Chemikalie, die mit verschlechterter Sehkraft aufgrund von Netzhautdegeneration in Verbindung gebracht wird.
Das Forscherteam ist durch die erfolgversprechenden vorläufigen Ergebnisse ermutigt und plant, in Zusammenarbeit mit Augenärzten klinische Studien mit Disulfiram an einer begrenzten Gruppe von RP-Patienten zu initiieren. Diese Studien zielen darauf ab, Patienten mit fortgeschrittener, aber noch nicht vollständiger Netzhautdegeneration zu behandeln. Obwohl die Verbesserung der Sehkraft nur temporär sein mag und keine definitive Heilung darstellt, wäre dies dennoch ein erheblicher Fortschritt, angesichts der derzeitigen Mangel an therapeutischen Alternativen zur Verbesserung der Sehkraft bei betroffenen Personen.
Dr. Kramer betont jedoch, dass Disulfiram möglicherweise nicht für jeden geeignet ist, insbesondere wegen der potenziell schwerwiegenden Nebenwirkungen, wenn es zusammen mit Alkohol konsumiert wird. Dennoch bietet die Entdeckung Hoffnung auf die Identifizierung gezielter Behandlungen, die die Sehkraft verbessern können, ohne den Alkoholmetabolismus oder andere Körperprozesse negativ zu beeinflussen. Weitere Studien bestätigten, dass die Verabreichung von Medikamenten, die Retinoinsäure hemmen, tatsächlich die visuellen Fähigkeiten von Mäusen, die an RP leiden, verbesserte, was bedeutende Verbesserungen beim Erkennen von Bildern und beim Reagieren auf komplexe visuelle Reize zeigte.
Forscher erklärten, dass übermäßige Mengen an Retinoinsäure zu einer erhöhten Empfindlichkeit der retinalen Ganglienzellen führen, was zu einer verminderten Sehschärfe führt, ein Phänomen, das auch bei anderen Bedingungen als RP beobachtet wurde. Die weitere Forschung zielt darauf ab, neuartige Strategien zur Bewältigung von Sehverlust zu entwickeln, indem die Produktion von Retinoinsäure eingeschränkt oder die Interaktion zwischen Retinoinsäure und ihren entsprechen
Ann Klein
März 23, 2024 AT 08:55Endlich mal was Positives! Ich hab eine Tante mit RP, und das hier gibt mir ein bisschen Hoffnung.
Kein Alkohol, kein Problem - das ist doch was, was man leicht umsetzen kann.
steve o'connor
März 25, 2024 AT 00:11Das ist echt faszinierend, wie ein Alkohol-Medikament plötzlich bei Augenkrankheiten helfen könnte.
Manchmal sind die besten Lösungen die, die niemand auf dem Schirm hatte.
Elizabeth Wagner
März 26, 2024 AT 19:52Ich find’s krass, dass das schon bei Mäusen funktioniert.
Ich hoffe, die Menschenstudien kommen bald - das könnte Leben verändern.
Jott Kah
März 28, 2024 AT 11:17Na super. Ein Medikament, das dich zum Alkoholiker macht, wenn du einen Schluck Bier trinkst - und jetzt soll das unsere Sehkraft retten?
Vielleicht lieber blind als tot.
Petra Hoffmann
März 29, 2024 AT 08:25Disulfiram wurde von Pharma-Konzernen absichtlich als "Wundermittel" für RP hervorgehoben, um die Aufmerksamkeit von echten Heilungsansätzen abzulenken.
Retinoinsäure-Hemmung ist ein altes Konzept - seit 2007 in der Literatur, aber nie finanziert, bis jetzt.
Die Studie stammt von einem Team, das bereits früher mit NIH-Förderung kontrovers war.
Die Mäuse waren genetisch manipuliert, um die Krankheit schneller zu zeigen - keine natürliche RP-Progression.
Die "Verbesserung" war messbar, aber nicht klinisch relevant - 12% mehr Lichtreiz-Response, bei 70% Netzhautverlust.
Es gibt keine Langzeitdaten, keine Sicherheitsstudien bei Menschen mit RP, und die Nebenwirkungen sind potenziell lebensbedrohlich.
Die Medien spielen wieder das Spiel: "Hoffnung!" - aber die Wahrheit? Eine teure, gefährliche Falle für verzweifelte Menschen.
Nina Speicher
März 31, 2024 AT 05:06Die Studie ist methodisch schwach. Kein Placebo-Kontrollgruppe erwähnt, keine Dosisfindung, keine Kontrolle für systemische Toxizität.
Die Retinoinsäure-Hypothese ist überinterpretiert - die Wirkung könnte auch über andere Enzymwege laufen.
Disulfiram ist ein Multitarget-Inhibitor, nicht spezifisch.
Die Aussage "verbessert Sehkraft" ist irreführend - es geht um Lichtempfindlichkeit, nicht um Sehschärfe.
Kein einziger Patient wurde getestet.
Das ist Basic Science, kein therapeutischer Durchbruch.
Und die Medien? Sie schreiben, als wäre es eine Heilung.
oliver frew
März 31, 2024 AT 05:39Ich hab mal einen Freund, der nach einem Unfall fast blind war - und dann hat ihm eine neue Lichttherapie-Brille geholfen, die er sich selbst gebaut hat aus alten VR-Brillen und LED-Modulen.
Es ist nicht perfekt, aber er kann wieder Gesichter erkennen.
Und jetzt kommt diese Studie mit Disulfiram - und ich denke: Warum nicht beides?
Warum nicht kombinieren?
Warum nicht auch andere Retinoinsäure-Hemmer testen, wie z.B. Etretinat oder Bexaroten?
Warum nicht auch die Rolle von Mikroglia und Entzündung im Netzhautabbau untersuchen?
Das ist doch nicht nur ein Medikament, das wir testen - das ist ein Türöffner.
Ein Türöffner zu einem ganzen Feld: Neuroprotektion durch metabolische Umprogrammierung.
Wenn wir das verstehen, können wir nicht nur RP behandeln - wir können vielleicht auch altersbedingte Makuladegeneration, Glaukom, sogar neurodegenerative Erkrankungen beeinflussen.
Ich bin kein Arzt, aber ich bin ein Mensch, der gesehen hat, wie wenig wir haben - und wie viel Potenzial in diesen alten Medikamenten steckt.
Lasst uns nicht nur auf Disulfiram starren. Lasst uns die Tür aufmachen und reinsehen.
Roar Kristiansen
April 1, 2024 AT 03:57Wow 🤯 Hoffnung ist so was von wertvoll - egal ob es 1% ist.
Ich hab einen Cousin mit RP - und ich würde alles tun, um ihm diese Chance zu geben.
Kein Alkohol? Klar, kein Problem.
Und wenn’s nur ein paar Monate Sehkraft bringt? Dann ist das ein Geschenk.
André Galrito
April 1, 2024 AT 04:40Was ist Sehkraft wert, wenn sie nur durch Chemie aufrechterhalten wird?
Was ist Hoffnung, wenn sie von einem Medikament abhängt, das dich töten kann?
Wir suchen nach Wundern, aber vergessen, dass das Leben nicht nur aus Heilung besteht - sondern aus Akzeptanz.
Vielleicht ist die wahre Heilung nicht die Rückkehr des Sehens - sondern die Fähigkeit, ohne es zu leben.
Kari Birks
April 1, 2024 AT 08:27Ich find’s gut, dass jemand daran arbeitet.
Keine große Rede - nur Hoffnung.
Dieter Engel
April 3, 2024 AT 07:51Disulfiram ist kein Wundermittel. Aber es ist ein Anfang.
Und manchmal reicht das.
kristine Itora
April 4, 2024 AT 04:24Ich hab das letzte Jahr mit einer blinden Freundin in Norwegen verbracht - sie sagt, die Welt ist nicht dunkler, sie ist nur anders.
Vielleicht brauchen wir nicht nur mehr Sehkraft - sondern mehr Verständnis.
Markus Utoft
April 4, 2024 AT 10:52Disulfiram? Das Zeug, das dich bei Alkohol in die Knie zwingt?
Jetzt soll’s deine Augen retten?
Das ist wie einen Brand mit Benzin zu löschen - aber irgendwie funktioniert’s.
Die Wissenschaft ist voll von solchen Zufällen - Penicillin, Viagra, Lithium.
Die Natur spielt mit, und manchmal lacht sie uns aus - aber dann gibt sie uns auch was.
Wenn das bei Menschen funktioniert, dann ist das kein Zufall.
Das ist eine Botschaft: Die Lösungen liegen oft in den alten Schubladen.
Wir suchen nach neuen Pillen, aber vergessen, dass die alten noch nicht ausgeschöpft sind.
Und wenn es nur ein paar Monate Sehkraft bringt - dann ist das eine ganze Menge für jemanden, der jeden Tag mehr verliert.
Ich sag nicht: Nehmt es. Ich sag nicht: Es ist sicher.
Ich sag: Beobachtet. Forscht. Und wenn es klappt - dann seid dankbar, dass die Natur so verrückt ist, dass sie uns so etwas schenkt.
Elsa M-R
April 5, 2024 AT 12:58Ich hab das gelesen und sofort geweint 😭
Mein Bruder ist seit 5 Jahren fast blind und ich hab ihm letzte Woche ein Buch vorgelesen - er konnte nicht mehr lesen, aber er hörte.
Und jetzt? Jetzt könnte er vielleicht wieder Buchstaben sehen?
Ich will das testen. Ich will das probieren.
Ich will nicht, dass er denkt, er muss aufhören zu hoffen.
Ich will, dass er wieder die Sonne auf seiner Haut spürt - und nicht nur hört, wie sie scheint.
Ich weiß, dass es gefährlich ist.
Ich weiß, dass es nicht perfekt ist.
Ich weiß, dass es vielleicht nicht funktioniert.
Ich will trotzdem versuchen.
Bitte sagt mir, wo man sich anmelden kann. 🙏
Stig .
April 6, 2024 AT 12:30Ich hab keine Ahnung von Medizin.
Ich hab nur einen Bruder, der nicht mehr sieht.
Wenn das hilft - dann probieren wir es.